Drei Niederländische Künstler in Deutschland

Das Projekt Sculptuur//Skulptur Bredelar organisiert 2017 zum dritten Mal eine bemerkenswerte Ausstellung im Kloster Bredelar.

Viscum divi divi 350Sjoerd Buisman: Viscum-divi-divi

Es ist eine Ausstellung, bei der Wert auf die kulturelle Ebene gelegt wird, das Kloster als Schauplatz eine zentrale Rolle spielt und die Kommunikation zwischen der Kunst und der Öffentlichkeit im Vordergrund steht. In der Ausstellung zeigen drei niederländische Künstler, wie sie ihre Themen, die sie zusammen mit ihren deutschen Nachbarn teilen, in visuellen Bildern wiedergeben. Der Ursprung des Klosters, seine industrielle Phase und die heutige Funktion als Kulturzentrum tragen zur Inspiration bei. Die Initiative ergreift der berühmte, niederländische Künstler Sjoerd Buisman, der sich genau wie die früheren, mittelalterlichen Klosterbewohner bei seiner Forschung nach komplexen Anbauweisen bzw. Strukturen von Bäumen und Pflanzen leiten lässt. Wie er daraus eine zeitgenössische Bildsprache entwickelt hat, erfahren Sie in der Ausstellung. Angelehnt an seine gereifte Arbeit, ist der Titel der Ausstellung „Natura 2017”.

 

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Arian de Vette, Installation 2017

Jung trifft Alt

Tapfer und voll innovativem Tatendrang nehmen es zwei junge Künstler mit anderen Themen aus der Geschichte des Klosters Bredelar auf. Arian de Vette sucht seinen Weg durch die Zeit der industriellen Produktion, während Tim Breukers sich fragt, welche Bedeutung dem heutigen Kulturzentrum zuerkannt werden kann. Beide aufsteigenden Talente sind in den Niederlanden ausgebildet worden, haben graduiert und anschließend im Ausland gelebt. Während der ersten Treffen mit dem ‚Meister‘ Sjoerd Buisman kamen ihre Ansichten zur Sprache. Mit Respekt für sein Werk werden sie ihre eigenen Kunstwerke errichten, inspiriert durch das Kloster, aber zweifelsohne wird auch mal bei den ausgestellten Werken von Sjoerd gespitzelt.

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 Tim Breukers, Installation 'Cococ' 2017

 

 TranformagiekarJan Mors: Entwurf Transformagiekar

 Publikumsbegleitung

Woher bekommt der Künstler seine Autorität und in inwiefern können wir selbst damit umgehen? Welche Bedeutung hat Raumkunst für uns und welche Bedeutung haben die unterschiedlich gestalteten Podien, auf denen gearbeitet wird? Um diese Fragen zu klären, werden wir Interviews führen, Texte schreiben und eine Audioführung aufnehmen, in der sowohl die Künstler, wie auch Theoretiker zu Wort kommen. Ergänzend steht uns das meistgenutzte Medium unserer Zeit zur Verfügung, nämlich Videoaufnahmen der Atelierpraxis. Das alles gibt es in gut verständlicher Sprache. Nicht zu vergessen ist auch die prickelnde Eröffnungsperformance, die das Publikum tüchtig dabei unterstützt, die Ausstellung zum Leben zu erwecken.

 

kassel fridericianum

 Kassel, Fridericianum 2017

 Ausstellungen

2017 ist aufs Neue  ein Jahr großer Ausstellungen: Skulptur-Projekte in Münster, die Documenta in Athen und Kassel und die Biennale von Venedig. Es sind groß angelegte Shows, in denen Werke von Dutzenden Künstlern ausgestellt werden, die wiederum gruppiert werden anhand des Engagements bei Weltproblemen, wie: multikulturelle Spannungen, Finanzkrisen, Massenmigration, internationale politische Verhältnisse, Hunger und Diktaturen.


 

Maquette 350 Bredelar: Ausstellungsmaquette

 

Bredelar

Wenn Sie jedoch erfahren möchten, wie sich dreidimensionale Kunst in unserer eigenen, europäischen Kultur verhält, dann kommen Sie ins Kloster Bredelar! Dort werden Sie erfahren, dass die Natur noch immer eine Quelle der Inspiration für die westliche Kunst ist. Wir streben bewusst eine Begegnung zwischen den drei oben genannten Künstlern an, die für uns Zuschauer mindestens so inspirierend ist, wie die Rivalität zwischen den hunderten von Künstlern in den Mega-Ausstellungen. Unsere Absicht ist gegenseitiger Respekt beim Aufeinanderprallen von Ansichten, woraus resultierend die Werke aufleben können. So gewinnen alle, die Kunstwerke, die Künstler und das Publikum.